Die Menstruation der Frau

Die Menstruation der Frau - ein Geschenk oder eine Bürde?

 

Alles in der Natur verläuft in Zyklen.

Der Mond.

Tag und Nacht.

Sterben und werden.  

Die Jahreszeiten.

Die Natur.

Die Menstruation.

Alles ist in Zyklen. Das ist Leben.

 

Die Natur der Frau

Unsere Gesellschaft, wie sie heute ist, hat sich vollkommen vom Leben wie es ursprünglich gemeint war abgewendet. Es gibt keinen Platz mehr für die immerwährenden Zyklen und Rhythmen der Natur.

Genauso wie der Ursprung der Natur immer weiter zurückgedrängt wurde, gibt es heute immer weniger Raum für den wahren Ursprung der Frau. Die Frau die ebenso in Zyklen lebt wie das Leben selbst.

Die unausgesprochene Norm unserer westlichen Gesellschaft bedeutet immer zu funktionieren, immer präsent zu sein und möglichst immer in einer konstanten Emotion zu sein – nicht zu traurig, zu wütend, zu melancholisch aber auch nicht zu fröhlich, zu heiter, zu glücklich.

Möglichst gleichbleibend konstant!

Aber das ist eine Illusion.

Und vor allem ist es in keiner Weise das, was Leben bedeutet und schon gar nicht das, was die Frau in ihrem Wesen ausmacht.

 

Weiblichkeit ist nicht starr.

Weiblichkeit ist nicht steif.

Weiblichkeit ist nicht konstant.

Und vor allem ist Weiblichkeit nicht immer „perfekt“ – zumindest nicht das Perfekt, was unsere Gesellschaft als Perfekt ansieht. Ein Perfekt, in dem Schwäche, Veränderung und Zyklus keinen Platz haben!

Weiblichkeit bedeutet Bewegung.

Weiblichkeit bedeutet Rhythmus.

Weiblichkeit bedeutet Veränderung.

Weiblichkeit bedeutet ein sich ständig ändernder Zyklus.

 

Die Frau lebt seit Anbeginn der Zeit im Rhythmus der Natur.

Sie ist mal schwächer und mal stärker.

Sie hat mal Hochs und auch mal Tiefs.

Sie ist mal glücklich und auch mal traurig.

Sie ist mal hell und mal dunkel.

Sie ist das LEBEN selbst.

 

Der Kampf gegen unseren Zyklus

Ich bin davon überzeugt, dass viele unserer zyklusbedingten Beschwerden ihren Ursprung darin haben, dass wir gegen unsere Weiblichkeit und gegen unseren Zyklus kämpfen. Wir lehnen uns für unsere Weiblichkeit ab, statt sie mit offenen Armen willkommen zu heißen.
Denn Zyklus bedeutet auch Veränderung, bedeutet unvorhersehbares, bedeutet Gefühle, die wir uns einfach nicht erlauben wollen, weil sie nicht in die Geradlinigkeit unserer Gesellschaft passen!

 

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum so viele Frauen ihren monatlichen Zyklus ablehnen?
Bist Du im Frieden mit deinem Zyklus und kannst Du die Tage der Blutung als Reinigung und magische Zeit sehen? Oder empfindest Du Deine Menstruation als ein lästiges Übel, für das Du dich sogar schämst?

 

Hast Du Dich schon einmal gefragt welches Verhältnis Du zu Dir und deinem Zyklus hättest, wenn Du am Tag deiner ersten Periode, mit Deiner Mutter und Deinen Freundinnen feiern gegangen wärst? Wenn die Frauen Deiner Familie, Dich in ihren Kreis aufgenommen und ihren weiblichen Wissensschatz mit Dir geteilt hätten?

 

Wenn Dir Dein monatlicher Zyklus als etwas Besonderes, Kraftvolles, ja, vielleicht sogar Magisches vorgestellt worden wäre? …

 

Warum lehnen wir in unserer Gesellschaft den Zyklus der Frau so ab?

…Weil wir ihn nicht verstehen können

…Weil wir ihn nicht kontrollieren können

…Weil er nicht kontrollierbar ist

Und weil er nicht in eine immer noch oft männlich geprägte Gesellschaft passt

Es ist die Angst, vor dem Unkontrollierbaren. Die Angst vor der Wildheit und auch vor der Dunkelheit der Frau, die Männer einst dazu bewegte die Menstruation einer Frau abzuwerten und vollkommen aus der Gesellschaft auszuklammern.

Doch das ist genauso als würden wir versuchen uns gegen die Zyklen der Natur, der Jahreszeiten, des Mondes zu stellen. Als würden sie verschwinden, wenn wir nur die Augen verschließen.

 

Das männliche und weibliche Urprinzip

Die Frau war nie dazu gedacht nur geradlinig, zielgerichtet, strukturell und leistungsorientiert zu sein.

Die weibliche Energie ist diffus, in die Tiefe und Breite zerfließend, strömend, emotional und ohne Form. Sie ist schöpferisch und kreativ. Die weibliche Energie ist überfließende Liebe.
Das weibliche Prinzip ist HINGABE, es ist EMPFÄNGLICH und PASSIV.

 

Das Wesen der Frau ist wild und ungestüm. Sie ist hell und auch dunkel. Und sie ist unkontrollierbar – sie wird von ihren Emotionen durchströmt. Die eine Sekunde ruhig, heiter und hell, die andere dunkel, melancholisch und wild.

Denn Weiblichkeit ist wild, frei und unkontrollierbar. – Sie ist das pure Leben.

 

Die männliche Energie ist der Impuls, die Idee. Die männliche Energie ist zielgerichtet, nach vorne oben gerichtet wie der Phallus. Sie ist kämpferisch und gebündelt.

Die männliche Energie schützt und hält die weibliche Energie, gibt ihr ein Gefäß, einen Rahmen, eine Sicherheit und Struktur, in der sie sich an sich selbst hingeben und entfalten kann.

Das männliche Prinzip ist STRUKTUR, es ist HALTEND und AKTIV.

 

Nur gemeinsam bilden Frau und Mann eine Harmonie – eine Perfektion. Sie ergänzen sich perfekt!

 

Nur hat der Mann verlernt, der Frau diesen Rahmen zu geben und ihre Emotionen und ihre Wildheit zu halten.

Und die Frau hat verlernt ihre Emotionen und ihre Wildheit zu leben und zuzulassen und lebt stattdessen die Strukturen und Eigenschaften des Mannes.

 

So darf die Frau wieder lernen sich ihren weiblichen Energien hinzugeben, sodass sich der Mann dafür öffnen kann ihr einen sicheren, beschützenden Rahmen zu geben.

 

Nur Beide zusammen bilden ein Ganzes, bilden das perfekte Leben.

 

 

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